VfL 3: Neues Konzept mit Potenzial

Seit vielen Jahren bildet ein harter Kern aus 10 Leuten den Grundstock der am niedrigsten angesiedelten VfL Truppe.


Es handelt sich hierbei um leidenschaftliche Fussballfreunde, denen Sport und Gemeinschaft einfach am Herzen liegt und alte Haudegen, die sich langsam auf die Alten Herren vorbereiten möchten, den Wettkampfmodus aber noch nicht aufgeben möchten.


Aus sportlicher Sicht wurde es natürlich nicht immer leichter, wenn einige Sportler bereits auf den Plätzen angesprochen werden, ob sie wohl schon der Vater des Gegenspielers sein könnten. Führt dies innerhalb der Mannschaft zu viel Freude, schwingt hier doch ein wenig Wahrheit mit.


Ein Problem mit dem sich unsere Dritte rumschlagen muss ist einfach, dass die Uhr nicht stehen bleibt, die Trikots Jahr für Jahr in größeren Größen bestellt werden müssen. Hier ein großer Dank an unseren langjährigen Sponsor, der immer wieder Verständnis für neue Trikotsätze aufbringt.


In den letzten Jahren merkte man aber auch, dass der Kern der Mannschaft kleiner wurde. Innerhalb des Vereins versuchte man immer wieder die Zwoote und Dritte enger zu verzahnen. Viele Versuche scheiterten, aber in den letzten 2 Jahren trug das Modell endlich Früchte. Die Zwoote wuchs an Leuten und gab auch vielen jungen Spielern eine Heimat, so dass nicht immer alle Spieler Sonntags in der Zwooten spielen konnten. Was früher nicht immer vorstellbar war, wurde zur Selbstverständlichkeit, Spieler stellten sich zur Verfügung um die Knochen in der Dritten hinzuhalten. So gelang es ab und zu mit bis zu 10 "Leihgaben" den Spielbetrieb der Dritten aufrecht zu halten.

Dafür auch an dieser Stelle an alle Spieler, sogar Spieler der Ersten, die sich uns bei Gelegenheit anschließen einen großen Dank.


Sportlich wurde es aber auch mit den Leihgaben nicht immer leichter, da die C-Liga sicherlich an Niveau verlor und viele junge Truppen die Liga bereichern.


So kam es häufig zu hohen Niederlagen und unerfreulichen Ereignissen. Diese unhomogene Einteilung der Ligen blieb auch dem Kreisvorstand nicht verborgen. Absagen gegen die Top Mannschaften häuften sich und es wurde ein neues Konzept eingeführt.


Zunächst mussten wir uns in einer Vorrunde für den späteren Wettkampfmodus qualifizieren.


Hier gab es erfreulicherweise viele erfolgreiche Ergebnisse.


Besonders zu erwähnen sind hier zwei Spiele:


Das Kanalderby gegen die Nachbarn aus Saerbeck, wo wir eine besondere Leihgabe begrüßen durften, Stefan Beneking.

Nach langer schwerer Krankheit sollte er sich langsam wieder an die Wettkampfhärte gewöhnen und das gelingt natürlich am besten in einem Derby, welches er dann mit einem Dreierpack auch alleine entschieden hat.

Bene, auch hier Danke für deinen Einsatz. Wir werden deine Halstücher auch im September bei 20 Grad vermissen. ;)


Ein zweites zu erwähnendes Spiel war die Partie gegen die Zweitvertretung von GW Steinbeck, die als Absteiger sicherlich andere Ambitionen hatte, als bei uns mit 4 zu 1 Baden zu gehen.

Ein Kader gespickt mit Spielern der 1. Mannschaft schreckte uns zunächst ab, wir besonnen uns aber auf unsere Heimstärke und wussten mit Neuzugang Markus Ehmann vorne einen Stürmer, der sicherlich aus 14 todsicheren Chancen 2 Tore macht.


Leihgabe Wauligmann im Tor dirigierte seine Vorderleute um den mittlerweile ca 45-jährigen Christian J., der sich in dieser Saison eines 17. Frühlings erfreute und sicherlich die Saison mit den meisten Einsatzminuten seit 1995 erlebte, als er als A Jugendlicher in der Ersten aushalf, so erzählt man es sich auf jeden Fall an der Königsbrücke, wenn Kalli, so wird Christian den meisten bekannt sein, auf seinem angestammten Platz in der Kabine thront. Nahezu niemand traut sich auf diesen Platz, auch wenn Kalli meistens später kommt.

Auch hier Danke, in deinem Alter so häufig zu kommen ist sicherlich nicht selbstverständlich.


In dieser noch nie dagewesenen Konstellation auf dem Platz gegen den übermächtig wirkenden Gegner war eigentlich das Ziel die Niederlage so erträglich, wie möglich zu gestalten. Aber anscheinend hatte das Ergebnis der Vorwoche gegen GW Lengerich Kräfte freigesetzt, an die wir vorher nicht geglaubt hatten. Zu dem Spiel kommen wir an anderer Stelle nochmal.


Wie es so sein sollte, lagen wir nach knapp 30 Minuten mit 0-1 zurück. Das Schicksal sollte seinen Lauf nehmen. Aber mit einem Doppelschlag in der 40. Minute und mit dem Pausenpfiff drehte Markus Ehmann mit nur 1,5 Torchancen die Partie. Ganz ungewöhnlich für ihn. Das 2. Tor war natürlich ein von ihm herausgeholter Elfmeter, der dem Gast auch noch einen Platzverweis einbrockte.


In der 2. Halbzeit verteidigten wir diesen knappen Vorsprung mit unserem Leben.


Der sowieso seltsam anmutende Kader wurde noch weiter geschwächt und es musste früh gewechselt werden. In der 67. Minute wurde Lucas Holdsch, seines Zeichen Abwehrhühne beim ortsansässigen Handballverein eingewechselt und schleppte sich mit einer innerhalb von 2 Minuten zugezogenen Zerrung vor das Tor und brachte unsere Farben mit 3 zu 1 in Front. Die mitgebrachten Fans tobten am Rand. Lucas' bislang letzte Aktion im blau weißem Jersey.

Auswechslung.


Nun spielten wir befreit auf, erarbeiteten uns noch weitere Chancen, hier aber kam wieder der alte Markus zum Vorschein und es dauerte bis kurz vor Schluss, bis Markus einen weiteren Konter zum 4 zu 1 vollendete. Eine tolle Mannschaftsleistung.


Negativ bleibt natürlich das Spiel gegen die bis dato sieglosen Nachbarn von GW Lengerich in Erinnerung. In einem hektischen Spiel, in dem der Mannschaft von vornherein klar war, dass wir gewinnen verlieren wir mit 6 zu 4. Ich persönlich glaube, GW 2 hat noch nie 6 Tore geschossen. Mehr möchte ich zu diesem Spiel auch nicht schreiben.


Am Ende der Qualifikationsrunde spielten wir überraschenderweise gegen den Nachbarn von SCP Lengerich um den Aufstieg in die Qualifikationsrunde. Ohne etatmäßigen Torwart und keiner Leihgabe von oben, ging wieder VfL Legende Kalli Jasper zwischen die Pfosten. Leider kassierten wir viele einfache Gegentore und verloren die Partie unglücklich 6 zu 4, unser Lieblingsergebnis gegen die Nachbarn aus Lengerich.


Eine gute Sache hat das Spiel aber auch gebracht. Keeper Kalli verletzte sich (das ist nicht das Gute) und Louis Haarlammert offenbarte uns, dass er auch mal im Tor gespielt hat. Er machte seine Sache so gut, dass der Trainer der Zwooten ihn nun als Keeper ausbildet. Erneut ein Zeichen, wie die Kooperation Zwoote/Dritte funktioniert.


Da Steinbeck das letzte Spiel gegen Westerkappeln gewann, war die Niederlage zu verkraften, da wir eh nicht auf Platz 4 gerutscht wären.


Somit qualifizierten wir uns für die Kreisliga C2 als Tabellenfünfter.


Leider wurde die Saison abgebrochen, hatten wir uns doch in der Spitzengruppe festgesetzt und gezeigt, dass wir doch noch etwas kicken können.


Für uns kam der Abbruch natürlich ungelegen, hätten wir vielleicht sogar mal wieder einen Platz im internationalen Geschäft erlangen können.


Das neue Konzept gefällt, und hilft die Mannschaften nach Stärke einzuteilen und erhöhte die Freude Sonntags loszufahren.


Einziger Kritikpunkt ist die hohe Anzahl an Spielen, vielleicht hat der Verband da noch weitere Ideen, dass in der C Liga keine 30 Spiele absolviert werden müssen.


Zur neuen Saison werden wir wieder an den Start gehen wir wieder in enger Zusammenarbeit mit der Zwooten an den Start und schauen, wie und wann es weiter geht.


Eins steht fest, unser MOJO Daniel Schmedt verlässt uns und wird bei der Zwooten das Trainerteam unterstützen. Wir werden für dich natürlich versuchen viele Spiele Freitags zu spielen, so dass du nochmal dabei sein kannst.


Daniel, Danke für etliche Sprints die Seite entlang und deine kollegiale Art. Wir werden dich vermissen.


Auch an dieser Stelle einen herzlichen Dank an die 4. Mannschaft für die Unterstützung, hier insbesondere an Ferdi, den man immer anrufen konnte und uns immer half. Danke dafür.

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